Graz - die Stadt der roten Dächer

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Was verbindet Graz mit Berlin, Buenos Aires und Montreal? Was sollte – vor allem der Erstlingsbesucher – in Graz keinesfalls verpassen? Und wo kommt man auf den typisch steirischen Geschmack? Fragen über Fragen. Wir haben die Antworten.


Design in der City

Lediglich zehn Städte weltweit dürfen sich das Prädikat „UNESCO City of Design“ auf ihre Fahnen heften. Neben Berlin, Buenos Aires oder Montreal ist Graz seit März 2011 eine dieser zukunftsorientierten Designmetropolen. Damit beweist die steirische Landeshauptstadt, dass die bewusste Gestaltung des Lebensraumes als zentraler Wert betrachtet wird. In den letzten Jahren ist eine kreative Designszene mit einer Vielfalt an bunten Geschäften in Graz entstanden. Viele davon gruppieren sich rund um das Kunsthaus im Grazer Lendviertel. Modernes, fröhliches Design rund um Mode, Küche und Raumgestaltung findet sich in zahlreichen Shops in der ganzen Stadt. Besonders deutlich zeigt sich der Design-Anspruch an vielen Beispielen moderner Architektur. Geschickt verbindet sich Zeitgenössisches mit dem Weltkulturerbe der Altstadt. Das Kunsthaus, die Murinsel oder die wieder errichtete Synagoge, verwendete Materialien wie Glas, Beton und Stahl fügen sich harmonisch in die historische Umgebung ein. Viele der Exponate im öffentlichen Raum sind im Jahr 2003 entstanden, in dem Graz Kulturhauptstadt war. Andere wiederum sind dem „Steirischen Herbst“ zu verdanken. Im Rahmen dieses Festivals werden seit Jahrzehnten Projekte und Produktionen aus allen Sparten der zeitgenössischen Kunst präsentiert.


Guter Empfang

Bereits am Hauptbahnhof bekommt der Besucher in der von Peter Kogler gestalteten Halle einen guten Vorgeschmack auf die Designsprache der Stadt. Ein weiteres Beispiel ist das monumentale Lichtschwert von Hartmut Skeptisch neben der Oper. Einen ganzen Monat widmet Graz dem Design in allen Kreativsparten. Der Mai steht im Zeichen von Ausstellungen und Veranstaltungen. Im „Kunstgarten“ in der Payer Weyprecht Straße ist der Name Programm. Hier verbindet sich Naturgeschehen mit zeitgenössischen, künstlerischen Aktivitäten auf 1.300 Quadratmetern mit Projekten, Ausstellungen, Vorträgen, Aufführungen, Lesungen und Konzerten. Das entsprechende Ambiente für eine stilvolle Nächtigung finden Graz-Besucher in den beiden Design-Hotels Daniel und Augarten Art vor.


Typisch Graz

Es gibt viel zu tun! Wir haben die wichtigsten Attraktionen zusammengestellt. Ein Tag in der zweitgrößten Stadt Österreichs könnte beispielsweise mit einer Fahrt – per Schlossbergbahn oder Lift – auf den Schlossberg beginnen. Hier liegt einem die ganze Stadt zu Füßen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Der Uhrturm tickt schon richtig. Nur ist der Minutenzeiger kleiner als der Stundenzeiger. Weiter geht die Besichtigungstour zum Grazer Dom, der äußerlich zwar etwas zurückhaltend wirken mag, innen aber mit einer Vielzahl an historischen und kirchengeschichtlichen Schätzen aufwartet. Angeschlossen ist das Mausoleum Kaiser Ferdinands II. mit seinen türkisfarbenen Kuppeln. Gleich gegenüber hält die Burg, der Sitz der Landesregierung, interessante Elemente aus Gotik, Renaissance und Biedermeier bereit. Besonders spannend ist die Doppelwendeltreppe, die zunächst wie eine optische Täuschung anmutet. Hier ist auch das Zeughaus mit der weltweit größten Waffensammlung untergebracht. Unweit davon bezaubert das Glockenspiel Einheimische wie Touristen. Täglich jeweils um 11:00, 15:00 und 18:00 Uhr dreht sich ein Trachtenpärchen zum Spiel der 24 Glocken im Kreis. Weitergehen könnte die Stadtbesichtigung mit der Tram Nummer 1. Sie führt vorbei an der Murinsel – hier könnte man für eine kleine Stärkung im Café einen Zwischenstopp einlegen – dem Kunsthaus bis zum Schloss Eggenberg. Hier sind die Alte Galerie, ein Münzkabinett und ein Archäologiemuseum untergebracht. Der prächtige Schlosspark lädt zum Ausruhen ein.


Außen knusprig, innen saftig

Das Backhendl gilt in der Steiermark als Nationalgericht. Das Hendl wird in seine Einzelteile zerlegt, in Mehl, Ei und Semmelbrösel paniert und anschließend in heißem Öl oder Schmalz knusprig gebacken. Durch die Panier bleibt das Fleisch besonders saftig. Serviert wird das Backhendl beispielsweise mit Erdäpfel-Vogerlsalat. Das „Schwarze Gold“ der Steirer, das Kürbiskernöl, verleiht diesem eine nussige Note. Das außerhalb von Graz im Schaftal gelegene Gasthaus Griesbauer ist seit Jahrzehnten diesbezüglich fast schon eine Pilgerstätte – die etwas weitere Anfahrt lohnt sich!
infos | www.gasthaus-griesbauer.at


Things to do


Lesegenuss

Nutzen Sie doch die Bahnfahrt, um sich mit einem spannenden Buch auf Graz einzustimmen! Der Grazer Autor und Redakteur Robert Preis erweckte im Jahr 2002 mit seinem Krimidebut „Trost und Spiele“ den Mordermittler Armin Trost zum Leben. Vier knifflige Fälle hatte der Kriminalist in der Steirischen Hauptstadt bereits zu lösen. In „Grazer Wut“ wird Trost entführt und zum Spielball eines perfiden Racheplans. Er erkennt, dass nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr ist, sondern auch das seiner Familie. Erschienen im Emons-Verlag.


Fahrvergnügen

Mit dem Graz-3-Tages-Ticket können Sie alle öffentlichen Verkehrsmittel und die Schlossbergbahn in Graz (Tarifzone 101) drei Tage lang benützen: alle städtischen Verkehrsmittel mit ein- und zweistelliger Liniennummer, die Schlossbergbahn, die S-Bahnen und Regionalbusse. Zusätzlich erhalten Sie bei bestimmten Sehenswürdigkeiten ermäßigten Eintritt. Zwei Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr dürfen kostenlos mitfahren.


Gaumenfreude

Eröffnet im Jahr 1932 als Delikatessengeschäft, gilt der Name Frankowitsch längst als Institution in Graz. Dahinter stecken Brötchen, Delikatessen und Patisserie auf höchstem Niveau. Bei einem Stadtbummel lohnt es sich, in der Stempfergasse einen Zwischenstopp einzulegen und sich an der Brötchenbar von der Angebotsvielfalt für einen delikaten Snack inspirieren zu lassen.


Einkaufsspaß

Wer gerne einkaufen geht und dabei Wert auf Nachhaltigkeit legt, wird in Graz bestimmt fündig. Bei Heidenspaß (www.heidenspass.cc) und tag.werk (www.tagwerk.at) werden individuelle Designprodukte aus Recyclingmaterialien im Zuge eines Projekts für arbeitsuchende junge Menschen gefertigt. Ähnlich sind auch die Konzepte im Herzlich-Laden auf dem Mariahilferplatz und beim Offline Retail Shop (www.projekt-offline.org). Ganz auf Fair- Trade-Produkte hat sich der Chic Ethik-Shop (chic-ethic.at) spezialisiert.

Tipps & Termine


Maria de Buenos Aires
14. bis 23. Juni 18
Schlossbergbühne auf den Kasematten
www.oper-graz.com


Glaufe Liebe Hoffnung
13. April bis 26. August 2018
Kunsthaus Graz
www.kunsthausgraz.at


Grazer Uhrturm
ganzjährig
Altstadt Graz
www.graztourismus.at


Design Monat Graz
5. Mai bis 3. Juni 2018
Graz
www.designmonat.at

Impressionen  

  • Opernhaus Graz(c)Graz Tourismus, Harry Schiffer
  • Glockenspielplatz(c)Graz Tourismus, Hans Wiesenhofer
  • Schloss Eggenberg(c)Graz Tourismus_Harry Schiffer
  • Glockenspiel(c)shutterstock.com, Wolfgang Zwanzger


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