Rom - die Stadt der Liebe

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Wer an Rom denkt, hat zuerst wohl die berühmten Sehenswürdigkeiten wie Spanische Treppe, Kolosseum & Co. vor Augen. Diese liegen östlich des Tibers. Es lohnt sich aber durchaus, auch einmal einen genaueren Blick auf die „Rioni“ (Bezirke) im Westen der Stadt zu werfen.

Impressionen  

  • Creative graffiti street art(c)shutterstock.com, Sara Sette
  • Forum romanum(c)Pixabay.com
  • Red vintage Fiat Nuova 500(c)shutterstock.com, Olga Gavrilova
  • St. Peters Basilica(c)shutterstock.com, Matteo Gabrieli
  • Spanische Treppe_Piazza di Spagna_(c)shutterstock.com, Catarina Belova


Das andere Rom

Seit 3.000 Jahren ist Rom bereits bewohnt. Auf Schritt und Tritt treffen Gegenwart und Vergangenheit aufeinander. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, vor allem die spektakulären Hinterlassenschaften aus der Epoche des Römischen Reiches, bezeugen die lange und prächtige Geschichte der Italienischen Hauptstadt. Kein Wunder, dass Rom im Ranking der meistbesuchten europäischen Städte unter den Top 5 zu finden ist. Sie haben bereits Münzen in den Trevi-Brunnen geworfen, Kapitol und Pantheon bestaunt? Und Sie haben Ihre Hand auch schon in die „Bocca della Verità“, den Mund der Wahrheit gelegt? Dann wird es Zeit für einen Perspektivenwechsel. Außerhalb der römischen Stadtmauern und auf der „anderen“, der westlichen Seite des Tiber und südlich des Vatikans liegt Trastevere. Seit Kaiser Augustus gehört Trastevere zur „Ewigen Stadt“. Ehemals war dieser Stadtteil nur durch eine bescheidene Holzbrücke mit Rom verbunden. Er galt als traditionelles Arbeiterviertel, und die „Trasteverini“ setzten sich auf etwas rebellische Art vom Rest der Stadt ab. Durch diese Eigenheit der Bewohner und durch die natürlichen Grenzen – der Fluss im Osten und der Hügel Gianicolo im Westen – wirkt Trastevere wie eine eigene Stadt in der Stadt. Und diese lohnt es sich zu besuchen. Für viele Römer und Rom-Insider ist das pittoreske, lebendige Viertel mit seinen vielen Bars und Restaurants ein beliebter Anziehungspunkt. Auch Filmemacher ließen sich von dieser Kulisse inspirieren, etwa Vittorio de Sica mit „Fahrraddiebe“ aus dem Jahr 1948 oder Federico Fellini mit „Roma“ aus dem Jahr 1972.


Ein Tag in Trastevere

Ein guter Orientierungspunkt ist die Piazza Santa Maria mit ihren vielen Cafés und vor allem der Basilika Santa Maria di Trastevere aus dem 12. Jahrhundert mit ihren funkelnden Cavallini-Mosaiken als Hauptattraktion. Von den Stufen des Brunnens lässt sich wunderbar das Treiben beobachten und den Straßenmusikanten lauschen. Über die geschäftige Viale Giuseppe Garibaldi Trastevere und durch ruhige Gassen gelangt man zur Piazza di Santa Cecilia. Auch hier hat sich Pietro Cavalli im Jahr 1293 mit wunderschönen Fresken verewigt, die allerdings nur mehr teilweise erhalten sind. Durch die Porta Settimiana und weiter über die Via della Lungara gelangt man zur Villa Farnesina. Diese opulente Renaissance-Villa beherbergt eine beachtliche Sammlung von Kunstwerken von Raphael, Tiziano und Caravaggio. Hinter dem Palast befindet sich der Botanische Garten der Universität von Rom, eine Oase mit mehr als 7.000 Pflanzenarten – der perfekte Ort für etwas „dolce far niente“ (süßes Nichtstun).


Der achte Hügel

Über den Gärten liegt der Gianicolo, quasi der achte Hügel Roms. Es lohnt sich, den 20-minütigen Aufstieg für einige der besten Aussichten in der Stadt in Angriff zu nehmen. Hierher zieht es nur wenige Touristen. Auf dem höchsten Punkt steht ein Reiterdenkmal, das dem Nationalhelden Giuseppe Garibaldi gewidmet ist. Wer sich auf einen Einkaufsbummel begeben möchte, ist in Trastevere ebenfalls bestens aufgehoben. Auf der Via del Moro, der Verbindungsstraße zwischen Piazza Trilussa und Piazza di Santa Maria gibt es zahlreiche kleine Boutiquen. Auch in den umliegenden Straßen kommt man diesbezüglich ganz auf seine Kosten. Apropos kosten: Dazu laden die vielen kleinen Lebensmittelgeschäfte, die sogenannten Alimentari, ein. Kulinarische Köstlichkeiten werden auch auf dem Markt auf der Piazza San Cosimato angeboten.


Un Aperitivo alla salute

Nach einem erlebnisreichen Tag empfiehlt es sich, einen „Aperitivo“ und einen Snack zu sich zu nehmen. Das ist, wie auch in anderen südlichen Ländern, eine beliebte Tradition. Dazu strömen nicht nur „Trasteverini“ zwischen 18:00 und 19:00 Uhr in eine der vielen Bars. Früh aufstehen heißt es allerdings am Sonntag für den Flohmarkt von Porta Portese. Dieser ist bis 14:00 Uhr geöffnet, dann dürften die besten Schnäppchen jedoch schon weg sein. Prati ist der 22. Rione von Rom. Er erstreckt sich auf den ehemaligen Prati del Castello (Burgwiesen) am rechten Tiberufer nördlich der Engelsburg. Er gilt als ruhige Wohngegend, kann aber durchaus ebenfalls mit Sehenswürdigkeiten aufwarten. Die Kirche Sacro Cuore am Flussufer etwa beherbergt das kleine Museum der Seelen im Fegefeuer. Gruselig wird es im Horrormuseum „Profondo Rosso“ des Filmregisseurs Dario Argento nahe der Piazza Risorgimento. In diesem Stadtteil, auf der Piazza Cavour, steht auch der Justizpalast, ein prachtvoller Jugendstilbau aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie sehen schon, bei der Fülle an Sehenswertem reicht ein Rom-Aufenthalt nicht aus. Aber wenn Sie – mit der rechten Hand – eine Münze in den Trevibrunnen geworfen haben, kommen Sie ja sicher wieder.
infos | www.turismoroma.it


Buon appetito

Im Jahr 1790 wurde erstmals ein Pastagericht mit Tomatensauce im Kochbuch L‘Apicio Moderno vom Römischen Koch Francesco Leonardo erwähnt. Eine Variante, die die Römer besonders gerne haben, sind Bucatini all’Amatricana. Guaniciale-Speck, Tomaten, Pecorino, Peperoncini und Olivenöl bilden die Zutaten für das herzhafte Sugo. Zusammen mit Bucatini, röhrenförmigen Nudeln aus Hartweizenmehl, entsteht eine der römischen Lieblingsspeisen. Buonissimo!

Things to do


Passt

Der Roma-Pass bietet freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für drei Tage (exkl. Flughafentransfer) und freien Eintritt in zwei Museen oder Sehenswürdigkeiten Ihrer Wahl. Außerdem gibt es 25 Prozent Rabatt auf Stadtrundfahrten und Touren und viele weitere Ermäßigungen, etwa in Museen oder für Leihräder.


Erfrischt

Mehr als 2500 Trinkwasserbrunnen sind über das ganze Stadtgebiet von Rom und Ostia verteilt - von den Römern werden diese Fontanelle (kleine Brunnen) ob ihrer charakteristischen Form liebevoll „Nasone“ genannt, was so viel wie „große Nasen“ bedeutet.


Zischt

Die Bahnfahrt von Rom nach Neapel dauert nur rund eine Stunde. Deshalb eine Nacht länger bleiben und ans Meer düsen. Das quirlige Treiben in Neapel ist es wert. Und die historische Altstadt ist sogar Weltkulturerbe. Ticket hin und retour.


Tipps & Termine

Bar - Freniefrizoni
ganzjährig
Das Freniefrizoni ist eine stylische Bar, mit dem besten Aperitivo, wo man nett draußen sitzen und mit Einheimischen in Kontakt treten kann.
www.freniefrizioni.com

Rock in Roma
01. Juni - 31. Juli 18
Ippodromo delle Capannelle
Rock in Roma ist eines der größten internationalen Rockfestivals. Es ist kein klassisches Festival, sondern ist mit mehr als einem Monat Programm mittlerweile ein Fixpunkt für Rock-Liebhaber und alle Fans guter Musik geworden.
www.ringrocker.com

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