Venedig - die Stadt der 1000 Brücken

 

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Nicht allzu viele Städte können mit soviel Schönheit, Charme und Geschichte aufwarten wie die schwimmende Stadt der Kanäle und Gondeln. Mit der Fülle an Sehenswürdigkeiten zieht Venedig mehr Besucher an als die italienische Hauptstadt.


Benvenuto a Venezia

118 Inseln, die durch mehr als 400 Brücken miteinander verbunden sind, aufgeteilt in je drei Verwaltungsbezirke, den sogenannten Sestieri, zur linken und zur rechten Seite des Canal Grande: Das ist das historische Stadtzentrum der „Serenissima“, also „der Durchlauchtigsten“. Der stärkste Besuchermagnet, aber auch der teuerste Bezirk, ist San Marco mit dem majestätischen Dom und dem eleganten Dogenpalast. Neben seinem berühmtesten Platz, über dem der geflügelte Markuslöwe wacht, bietet San Marco zahlreiche weitere Attraktionen: beeindruckende Kirchen, wie Santa Maria Zobenigo, San Moisé und San Salvatore, drei Theater, darunter das bekannte La Fenice, zahlreiche Palazzi, Museen und historische Gebäude, wie San Giorgio Maggiore und der Uhrenturm. Darüber hinaus befinden sich hier die luxuriösesten Cafés, Restaurants und Hotels sowie die modischsten Geschäfte der Stadt. Nebst unzähliger Touristen tummeln sich hier auch Tauben über Tauben. Zu viele, meinen die Venezianer. Das Füttern ist deshalb verboten.


Von Festen und Regatten

Auf dem Markusplatz werden seit jeher die bedeutendsten Festlichkeiten der Stadt abgehalten: von der Schweinejagd und den Stierläufen des 12. Jahrhunderts zu den „Mühen des Herkules“, akrobatischen Darbietungen des 17. Jahrhunderts, von der Fronleichnamsprozession bis hin zum Karneval, der seit Jahrhunderten jedes Jahr die Piazza in ein Farbenmeer verwandelt. Ein besonders prächtiges Ereignis ist die „Festa del Redentore“. Das Erlöserfest am dritten Sonntag im Juli erinnert an das Ende einer schrecklichen Pestwelle im Jahr 1577 und liegt den Venezianern besonders am Herzen. Bereits tags zuvor wird eine schwimmende Brücke über den Giudecca-Kanal aufgebaut, über die man zur Basilika Redentore pilgern kann. Hunderte prachtvoll geschmückte Boote und Gondeln versammeln sich im Becken von San Marco und die Passagiere erwarten ein besonderes Spektakel. Eine halbe Stunde vor Mitternacht wird ein beeindruckendes Feuerwerk entzündet, das die Türme und Kuppeln in ein buntes Lichtermeer taucht. Am Sonntag finden auf dem Giudecca-Kanal nicht nur religiöse Prozessionen und Dankeswallfahrten statt sondern auch die Regatten del Redentore.


Abseits des Trubels

Beschaulicher geht es im Nachbarbezirk Cannaregio und im Handwerksviertel Castello zu. Hier tummeln sich weitaus weniger Touristen als auf und um den Markusplatz. Dabei kann man hier wunderbar das „echte“ Venedig erleben: spielende Kinder, Männer, die im Lokal am Eck lautstark diskutieren oder Frauen, die vor der Haustüre stricken. Diese Viertel haben mit Sehenswürdigkeiten wie dem Palazzo Ca’ d’Oro, der prunkvollen Kirche Santa Maria dei Miracoli oder dem Schifffahrtsmuseum durchaus für Besucher ihren Reiz. Auch der „Libreria Acqua Alta“ sollte man einen Besuch abstatten – wahrscheinlich eine der schönsten Buchhandlungen der Welt mit Gondel im Verkaufsraum. Gerne hält der Inhaber Luigi ein Schwätzchen mit den Kunden – auch auf deutsch. Wer sich eine Pause vom Sightseeing gönnen möchte, ist im Parco Savorgnan bestens aufgehoben. Der 9.500 Quadratmeter große Park ist eine der grünen Oasen von Venedig.


Jenseits des Canal Grande

Auf der anderen Seite des Canal Grande liegen Dorsoduro, Santa Croce und das lebendige San Polo. Jeder dieser Stadtteile hat seine besonderen Eigenheiten und es empfiehlt sich, sie alle zu besuchen und den jeweiligen Charme zu erleben. Im Bezirk Dorsoduro sollte man sich vom eher schmucklosen Äußeren der Kirche San Pantalon nicht täuschen lassen. Innen beeindruckt vor allem das Deckengemälde „Martyrium und die Apotheose“ von Gian Antonio Fumiani. Es ist eines der größten Leinwandgemälde der Welt, das aus etwa 40 aneinander gefügten Bildern besteht. Santa Croce im Westen der Stadt wird von den Venezianern besonders als Wohnviertel geschätzt. Schmale Gassen, imposante Paläste und lebhafte Plätze laden zu einer Entdeckungsreise des venezianischen Alltagslebens ein. Einen Besuch Wert ist auch das Naturkundemuseum im Fontego dei Turchi, einem der ältesten Stadtpaläste. Das bekannteste Bauwerk im Stadtteil San Polo ist wohl die Rialtobrücke. Einige der ersten Siedler Venedigs ließen sich hier auf hoch gelegenen, flutsicheren kleinen Inseln nieder. Der Name der berühmten Brücke ist darauf zurückzuführen: Rialto bedeutet rivus altus – Hochufer. Sie sehen schon: Es empfiehlt sich auf alle Fälle, auch die Sestieri abseits des Markusplatzes ein wenig genauer anzusehen. Die Stadt kann nur zu Fuß oder mit einem Boot – Vaporetto, Gondel oder Wassertaxi – auf den etwa 175 Kanälen erkundet werden. Die Gesamtlänge der Kanäle, die immer noch für den Warentransport genutzt werden, beträgt zusammengerechnet etwa rund 38 Kilometer.
Infos | www.veneziaunica.it/de


Schlafe Venedig

Als der Schriftsteller Ernst Bloch im Jahr 1934 nach Venedig reiste, kam er, um „aus dem Lärm der Welt“ zu fliehen. „Die Stille Venedigs ist tiefer als die einer unbewohnten Landschaft“, schrieb er, „denn es ist keine, die von Menschen selber abstrahiert“. Heute scheint für Ruhesuchende nur noch wenig Platz in der auf Millionen von Pfählen erbauten Stadt. Außer in den kalten Wintermonaten. Dann trifft man tatsächlich noch auf das Venedig Ernst Blochs, ein Venedig, das endlich ein wenig schlafen darf. Wer nach einer geruhsamen Fahrt im komfortablen Nightjet in der Früh die „Stazione Ferroviaria Santa Lucia“ erreicht, befindet sich bereits mitten in der Stadt. Die große Freitreppe vor dem Bahnhof entlässt die Ankommenden direkt am Canal Grande. Das Abenteuer Venedig kann beginnen, und zwar mit einer Fahrt im Vaporetto, dem öffentlichen Wasserbus. Im gemächlichen Tempo geht es mit der Linie 1 entlang der großartigen Kulisse der Paläste, Kanäle, Brücken und Gassen. Am besten fährt man bis zum Markusplatz und macht sich dann zu Fuß auf die Entdeckungsreise durch das enge Gassengeflecht. Keine lärmenden Autos, nur leises Stimmengewirr und Schritte sind zu hören. Wo vor wenigen Wochen noch massenweise Touristen aus aller Welt gebummelt sind, herrscht nun ungewöhnliche Stille. Und das Wetter? Oft genug gibt es strahlend blauen Himmel. Aber ja klar, an manchen Wintertagen versinkt der Markusplatz im Nebel, es nieselt und es ist kalt. Seite an Seite mit den Einheimischen wärmt man sich dann in der Bar die Hände an einer heißen Tasse Cappuccino. Melancholie pur – genau das, was man von Venedig im Winter erwartet.

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Knusper, knusper, Venezia

Was dem Spanier seine Tapas, sind dem Venezianer seine Cicchetti (sprich: Tschiketti). Geröstete Brotscheiben werden mit allerlei köstlichen Zutaten belegt: Käse, Wurst, gegrilltem Tintenfisch, … Ganz typisch für die Lagunenstadt sind jene mit Sarde in saor, das sind süß-sauer eingelegte Sardinen. Das Wort Cicchetti bedeutet übersetzt übrigens „Gläschen“ – möglicherweise ein Hinweis darauf, dass man die Knusperbrötchen mit einem Glaserl Valpolicella oder Soave genießen sollte.


Things to do


Stadttrip

Stadtspaziergang. Besichtigen Sie die historische Stadtmitte und spazieren Sie über den Markusplatz zum Dogenpalast und zur Seufzerbrücke. Am Ende der Tour steht es Ihnen frei, die Kunst der Glasbläser in Murano zu bestaunen.


Taxitrip

Die Einzelfahrt mit dem Vaporetto ist teuer, deshalb empfiehlt sich das Vaporetto-Ticket für die freie Fahrt mit allen Vaporetto-Linien und Bussen innerhalb von Venedig inkl. Mestre, von und zum Lido nach Murano und Burano und Punta Sabbione.


Palasttrip

Der Dogenpalast. Besuchen Sie eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Venedigs und erhalten Sie bevorzugten Einlass. Tauchen Sie ins Mittelalter ein und bewundern Sie die Kunstwerke. Tour nur in Englisch, im Sommer auch auf Deutsch (von April bis Oktober)


Tipps & Termine

Handgefertigte Masken
Wer auf besonders schöne Masken Wert legt, pilgert zu Ca´del Sol oder zu Ca´Macana. In diesen Ateliers werden die Masken auch heute noch in allen möglichen Größen, Formen und Farben handgefertigt. Die Künstler orientieren sich an den alten Vorbildern. Die Kreativität hat zwar ihren Preis, dafür erhält man aber ein außergewöhnliches Unikat.
www.cadelsolmascherevenezia.com
www.camacana.com

City Pass
Über die Website kann man sich seine individuelle Städtekarte zusammenstellen. Der wichtigste Baustein ist das Vaporetto fahren nach Lust und Laune, denn Einzeltickets sind teuer. Dazu kann man Pakete für Museen, Kirchen, Führungen u.a. buchen. Den Citypass kann man in Ruhe zu Hause zusammenstellen und dann am Bahnhof abholen.
www.veneziaunica.it

Dolce Vita
Die Pasticceria Tonolo im Stadtteil Dorsoduro ist eine der besten Konditoreien Venedigs und ein sehr guter Platz zum Frühstücken. Neben Cappuccino, warmen Croissants und köstlichen Küchlein gibt es hier auch eine ordentliche Portion Atmosphäre.
www.pasticceriatonolo.com

16. Architekturbiennale
26. Mai - 25. November 18
Die Biennale von Venedig ist seit über hundert Jahren eine der renommiertesten Kulturinstitutionen der Welt. Sie organisiert internationale Veranstaltungen zeitgenössischer Kunst wie die Kunstbiennale, die Filmfestspiele von Venedig, die Architekturbiennale, das Musikfestival, die Theaterbiennale und das Tanzfestival.
www.labiennale.org

Impressionen  

  • Sonnenuntergang Markusplatz_(c)shutterstock.com
  • Lido_(c)shutterstock.com, 4kclips
  • Canale Grande(c)shutterstock.com, canadastock
  • Foto: Shutterstock.com, AR Pictures

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