Venedig - die Stadt der 1000 Brücken

 

Venedig ist aus gutem Grund eines der Top-Reiseziele Italiens – nicht nur für frisch Verliebte. Bei aller Lebendigkeit hat die romantische Lagunenstadt aber auch versteckte und ruhigere Seiten. Entdecken Sie die malerische Stadt einfach neu!


Eine einzigartig schöne Stadt

Venedig: Eine einzigartig schöne Stadt – kein Wunder, dass der Besucheransturm das ganze Jahr hindurch immens ist. Wer die Schönheiten der Lagunenstadt genießen will, kann dem Trubel auch ein Schnippchen schlagen. Warum nicht mal den Markusplatz um 8 Uhr morgens besuchen? Wetten, dass Sie ganz neue Eindrücke von der Piazza San Marco samt Dogenpalast und Campanile bekommen? Dann können Sie etwa auch das Pflaster aus dem Vulkangestein Trachyt nach einem Entwurf von Andrea Tirali in all seiner Pracht bewundern, das tagsüber von Touristen und Tauben bevölkert ist. Oder überqueren Sie doch die Seufzerbrücke bei einem Nachtspaziergang Eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Stadt entfaltet nachts einen besonderen Reiz. Das Seufzen der Gefangenen, die diese Brücke einst nach der Verhandlung im Dogenpalast überqueren mussten, um zurück ins Gefängnis zu gelangen, ist in den ruhigen Nachstunden fast hörbar – auf jeden Fall in der eigenen Fantasie.


Atemberaubende Aussichten

Einer der ursprünglichsten Stadtteile Venedigs – hier heißen sie Sestiere – ist wohl Castello. Obwohl vom Markusplatz aus eine Promenade mit Blick über den Lido hierher führt, verirren sich Touristen nur selten hierher. Viele Grünflächen, wie beispielsweise der Garibaldi-Park, laden hier ein, die Seele baumeln zu lassen. In Dorsoduro südlich des Canal Grande geht es ähnlich gemütlich zu. Dorsoduro bedeutet „harter Boden“, weil dieser Stadtteil als einer der wenigen in Venedig auf festem Felsg r u n d gebaut wurde. Um die Mittagszeit kann es sein, dass man ganz allein an den Palazzi, Geschäften und Kanälen entlang schlendert. Mit etwas Glück kann man hier einen Blick in einen der liebevoll gepflegten, privaten Gärten in den Innenhöfen erhaschen. Nach der Siesta erwacht aber auch dieser Stadtteil aus dem Dornröschenschlaf. In den kleinen Greisslerläden erledigen Hausfrauen ihre Besorgungen, durch die Kanäle knattern Lastkähne, und wer Glück hat, kann dabei zusehen, wie die berühmten Gondeln gebaut werden. Über den Campo Santa Margherita und den Canal Grande gelangt man in den Stadtteil Cannaragio, in dem sich auch der Hauptbahnhof befindet. Hier sind noch zahlreiche Besucher unterwegs. Weiter östlich liegt der Venezianer beliebteste Einkaufsstraße, die Strada Nova. In den vielen kleinen Geschäften und an den Verkaufsständen werden von Brot und Gebäck über Obst und Gemüse sowie frischen Wurstspezialitäten allerlei Köstlichkeiten angeboten. Aus den typischen Café-Bars dringt köstlicher Kaffeeduft. Keinesfalls sollte man es verpassen, sich einen typisch venezianischen Imbiss schmecken zu lassen: Cicchetti, die mit Salami, Thunfisch oder Käse reichlich belegten Röstbrotscheiben. In diesem Viertel, auf dem Platz der Kirche Santa Maria dei Miracoli, wird auch der größte Flohmarkt der Stadt abgehalten, allerdings nur an zehn Tagen im Jahr.


Inseln als Ruhepole

Und diese Insel ist nicht der einzige Ruhepol in unmittelbarer Nähe Venedigs. Die sogenannten „isole minori”, die kleinen Inseln, sind geheimnisvolle Landflecken der Lagune, die oft nur von Flora und Fauna geprägt sind. Wer dem hektischen Treiben Venedigs dorthin entfliehen möchte, wird mit einer fast surrealen Atmosphäre belohnt. San Servolo, im Markusbecken gelegen, ist eine dieser bemerkenswerten Inseln. Sie hat eine Jahrtausende alte Geschichte, wurde saniert und beherbergt heute eine internationale Universität, ein Kongresszentrum und ein Museum. Weniger als 500 Meter Luftlinie vom Lido entfernt liegt Certosa, per Vaporetto – Linie 4.1. – erreichbar. Sie verdankt ihren Namen der Augustinergemeinschaft (italienisch Certosini) aus Florenz, die sich im Jahre 1425 hier niederließ. Certosa war über viele Jahre verlassen, wird aber heute wieder bewohnt. Ein Park inklusive Nautik Zentrum entstand und auch das Europäische Institut für Design hat sich hier niedergelassen. Die flächenmäßig größte unter den insgesamt 33 Kleininseln ist Santa Cristina in der nördlichen Lagune. Sie war über mehrere Jahrhunderte nahezu unbewohnt, seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist sie im Privatbesitz und der Verfall der Insel wurde gestoppt. Gemüsefelder, Gärten und Fischzuchtbetriebe entstanden, sogar Wein wird heute angebaut.


Harmonisches Stadtbild

Aber zurück ins quirlige Stadtleben. Noch ein Geheimtipp gefällig, um dem Trubel des Zentrums zumindest für eine kurze Zeit zu entfliehen? Absolut spektakuläre Aussichten bietet die Dachterrasse des Luxuskaufhauses Fondaco dei Tedeschi am Rialto. Die einzigartige Harmonie der vielfältigen alten Bauten, der Kirchtürme und Kuppeln, der Palazzi und Brücken erschließt sich von hier aus ganz besonders schön. Der Shopping-Tempel ist auch für Architekturinteressierte absolut sehenswert. Stararchitekt Rem Koolhaas ist für die gelungene Neugestaltung des Palazzos im Eigentum der Familie Benetton verantwortlich, der 2016 als Kaufhaus wiedereröffnet wurde. Am besten vorab online buchen, bis zu 15 Tage vor dem geplanten Besuch kann man sich einen Time- Slot für den kostenlosen Besuch der Dachterrasse reservieren. Wer nun Appetit auf italienische Köstlichkeiten bekommen hat, kann ebenfalls überlaufenen „Touristenfallen“ ausweichen. In den kleinen Seitengassen, abseits vom Markusplatz, finden sich zahlreiche Cafés und Restaurants, die zu moderateren Preisen typische venezianische Köstlichkeiten bieten. Zum Beispiel im etwas abgelegeneren Universitätsviertel Dorsoduro im Süden der Stadt. Hübsche kleine Kanäle, malerische Plätze, Museen wie die Peggy Guggenheim Sammlung und einladende Restaurants, Bars und kleine Geschäfte warten hier auf Gäste. Bei San Trovaso findet sich auch noch eine der wenigen Gondelwerften der Stadt. Gegen Abend erwacht vor allem die pittoreske Uferstraße Zattere zum Leben. Mit Blick auf den Kanal von Giudecca lässt sich hier – oft bei Live-Musik – der Aperitif besonders angenehm genießen.
Infos | www.veneziaunica.it/de


Fegato alla Veneziana

Fegato alla Veneziana – Kalbsleber mit Zwiebeln – ist inzwischen weltberühmt. Seinen Ursprung dürfte das Gericht aber in Venedig haben. Serviert wird die schmackhafte Fleischspeise vorzugsweise mit Polenta.

Ein Intermezzo vom Alltag

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Things to do


Stadttrip

Stadtspaziergang. Besichtigen Sie die historische Stadtmitte und spazieren Sie über den Markusplatz zum Dogenpalast und zur Seufzerbrücke. Am Ende der Tour steht es Ihnen frei, die Kunst der Glasbläser in Murano zu bestaunen.


Taxitrip

Das Vaporetto Ticket. Wer Venedig zu Wasser entdecken möchte, sollte sich unbedingt das Vaporetto Ticket kaufen. Es ist für die Nutzung aller Verkehrsmittel in Venedig mit Ausnahme der Strecken von Alilaguna und Actv Linien Nr. 16, 19, 21, Casino und des Vaporetto dell´Arte für den gewählten Zeitraum gültig.


Palasttrip

Der Dogenpalast. Besuchen Sie eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Venedigs und erhalten Sie bevorzugten Einlass. Tauchen Sie ins Mittelalter ein und bewundern Sie die Kunstwerke. Tour nur in Englisch. Montag und Freitag auch in Deutsch.


Tipps & Termine

Handgefertigte Masken
Wer auf schöne Masken Wert legt, pilgert zu Ca´del Sol oder zu Ca´Macana. In diesen Ateliers werden sie auch heute noch handgefertigt. Die Künstler orientieren sich an den alten Vorbildern. Die Kreativität hat ihren Preis, dafür erhält man ein Unikat.
www.cadelsolmascherevenezia.com
www.camacana.com

Peggy Guggenheim Collection
ganzjährig
Seit 1980 ist in den Räumen des Palazzo Venier Peggys Privatsammlung, die "Peggy Guggenheim Collection", untergebracht. Im Museum sind Kunstwerke unter anderem von Pablo Picasso, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Piet Mondrian und Hans Arp zu sehen.
www.guggenheim-venice.it/inglese/default.html

Dolce Vita
Die traditionsreiche Pasticceria Tonolo im Stadtteil Dorsoduro ist eine der besten Konditoreien Venedigs und ein sehr guter Platz zum Frühstücken. Neben Cappuccino, warmen Croissants und köstlichen Küchlein gibt es hier auch eine ordentliche Portion Atmosphäre.
www.pasticceriatonolo.com

Architekturbiennale 2020
23. Mai bis 20. November 2020
Arsenale und Giardini della Biennale
Die 17. Internationale „Architekturbiennale Venedig öffnet ihre Pforten. Kurator ist diesmal Hashim Sarkis, Hauptarchitekt von Hashim Sarkis Studios.
www.labiennale.org


Impressionen  

  • Sonnenuntergang Markusplatz_(c)shutterstock.com
  • Foto: Shutterstock.com, AR Pictures
  • Vaporetto(c)Pixabay.com, emma2009
  • (c)pixabay.com_nouveaumonde34
  • (c)pixabay.com_Bru-nO
  • (c)pixabay.com_Free-Photos


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