Wien - die Metropole

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Wien wurde 2018 zum neunten Mal in Folge unter 231 internationalen Großstädten zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. Kein Wunder, dass diese Tatsache auch zahlreiche Besucher anlockt. Wir laden Sie ein, sich auf die Spuren des Jugendstils zu machen, die Stadt per Drahtesel zu erkunden oder gemütlich durch einen der 26 Märkte zu bummeln.



Ganz im Zeichen der Moderne

Die Zeit von 1890 bis 1918 zählt zu einem der spannendsten Abschnitte in der österreichischen Geschichte. Im Bereich der Kunst zählten Gustav Klimt, Koloman Moser, Egon Schiele und Otto Wagner zu den wichtigsten Vertretern. Ihre Werke prägten Wien um 1900 nachhaltig. Anlässlich des 100. Todestages vier der wichtigsten Protagonisten der Wiener Moderne widmen sich zahlreiche Veranstaltungen deren Werk. Für den einen oder anderen Skandal sorgte zu Lebzeiten Gustav Klimt, zeigte er doch für den damaligen Geschmack in seinen Frauendarstellungen zu viel nackte Haut. Sein wohl bekanntestes Werk „Der Kuss“ ist unter anderem im Oberen Belvedere zu bestaunen. Gemeinsam mit Gustav Klimt war Koloman Moser Co-Gründer der Wiener Secession. Er galt als richtiges Allroundtalent: Maler, Grafik- und Produktdesigner, Innenarchitekt und Ausstellungsgestalter, so würde man heute wohl seine Arbeit bezeichnen. Seine Handschrift – zunächst floral-geschwungen, schließlich eher geometrisch-ornamental – prägte maßgeblich die Produkte der von ihm mitbegründeten Wiener Werkstätte. Nur 28 Jahre alt wurde Egon Schiele, dennoch hinterließ er der Nachwelt ein beachtliches Werk. Zu Beginn seines Schaffens von Klimts Frauenbildnissen inspiriert widmete er sich zunehmend dem Expressionismus und somit der Darstellungen seelischer Befindlichkeiten. Zwei seiner wohl bedeutendsten Arbeiten – das „Bildnis Wally Neuzil“ und sein „Selbstporträt mit Lampionfrüchten“ – hängen im Leopold Museum. Einer, der das Gesicht Wiens wesentlich geprägt hat, ist Otto Wagner. Er gilt als „Senior“ in dieser Runde. Er war davon überzeugt, dass ein Gebrauchsgegenstand nicht mehr an Gestaltung brauche, als für dessen Funktionalität nötig sei. Als Stadtplaner verewigte er sich unter anderem im Stadtbahnprojekt, heute U4 und U6. Als sein Meisterwerk gilt jedoch die Kirche am Steinhof im Wiener Jugendstil, jedoch mit historistischen Formen.
infos | www.wienermoderne2018.info
www.belvedere.at
www.khm.at
www.wienmuseum.at
www.mak.at


Die Stadt erradeln

Wien lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Die Bundeshauptstadt kann mit ganzen 1.300 Kilometern Radwegen, Radfahrstreifen und Radrouten durch verkehrsarme Zonen aufwarten. Auf diese Art kommt man rasch voran, und dennoch bleibt genügend Zeit, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu genießen. Pedalritter, die nicht mit dem eigenen Rad anreisen möchten, finden zahlreiche Möglichkeiten, sich eines auszuleihen – ob mit oder ohne Elektroantrieb. Einige der wichtigsten Attraktionen der Stadt, wie Oper, Parlament oder Burgtheater, liegen entlang des Ring-Rund-Radweges. Ein günstiger Einstiegspunkt ist bei der Urania-Sternwarte. Nebst dieses Klassikers stehen weitere Themenradwege zur Auswahl, beispielsweise der Donaukanalradweg zwischen Spittelau und Gasometer. Der Weg führt vorbei an moderner Architektur, einer vielseitigen Kulturszene und idyllischer Natur. Wer sich für den Wientalradweg entscheidet, kann vom Ring über den Naschmarkt und vorbei an Schönbrunn bis in den Wienerwald radeln. Wer mag, schließt sich einer geführten Tour an und sucht sich sein Lieblingsthema aus. Besonders in der warmen Jahreszeit bitte jedoch nicht auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr vergessen – egal ob zu Fuß oder per Drahtesel: Das Wiener Leitungswasser, das vom Schneeberg und der Rax kommt, ist für seine Qualität bekannt. Dieses gute Wasser teilt die Stadt gerne mit seinen Bewohnern und Touristen, und so gibt es rund 900 Trinkwasserstopps in Wien. Wasserflasche also unbedingt mitnehmen! Die Luftgüteberichte der Stadt Wien liegen übrigens auf der sechsstufigen Skala von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“ stets im grünen Bereich.
Infos | www.fahrradwien.at
www.pedalpower.at


Flanieren, gustieren, probieren

Bei einer Wienreise sollte man etwas Zeit für einen Marktbesuch einplanen. Wiener Schmäh vermischt sich mit osteuropäischem Charme und südländischem Temperament zu einer multikulturellen Melange. Für viele Wiener gehört ein samstäglicher Marktbesuch zum Pflichtprogramm. Auf den Märkten der Hauptstadt gibt es kaum etwas, was nicht zu haben ist: Von der Auster bis zum Ziegenkäse, von der Artischocke bis zur Zitrone und vom Aal bis zur Zwetschke. Vor allem die Lokale ziehen eine kreative und lebenslustige Szene an. Selbst wenn man nichts kaufen möchte lohnt es sich, in das Geschehen einzutauchen. Insgesamt gibt es in Wien 26 Märkte, von denen 21 von Montag bis Samstag geöffnet haben. Drei der bekanntesten stellen wir hier vor. Mit mehr als 170 Marktständen ist der Brunnenmarkt zwischen Thaliastraße und Ottakringer Straße der größte Straßenmarkt Wiens. Hier wird schon seit 1897 gehandelt und gefeilscht. Dieses Grätzel (wienerisch für einen Teil eines Wohnbezirkes ohne offizielle Grenzen) ist eines der buntesten von ganz Wien. Fast nahtlos schließt der Yppenmarkt mit seinen fixen Pavillons an. In einem davon betreibt die Familie Staud ihr Geschäft seit 1947. Die Marmeladen, Kompotte und das eingelegte Gemüse sind beliebte kulinarische Mitbringsel. Eines der ersten Lokale am Yppenmarkt war das Café C.I. Vom Schanigarten aus lässt sich wunderbar das geschäftige Treiben beobachten. Zu den Klassikern zählt auch das Restaurant Kent. Dieses Lokal punktet mit türkischer Hausmannskost und dem großen Gastgarten.
Keine zehn Gehminuten von der Innenstadt entfernt liegt der Karmelitermarkt im 2. Gemeindebezirk. Bis zu 7.500 Besucher kommen wöchentlich zu diesem Markt, der als einer der ältesten in Wien gilt. Freitags und samstags sorgt ein Bauernmarkt für noch mehr Abwechslung. Der Karmelitermarkt zeichnet sich besonders durch die stetig wachsende Lokalszene aus. Als Gastro-Pionier gilt die „Schöne Perle“. Die klassische Wiener Küche erhält hier neue Akzente. Nicht nur früh morgens lockt das „Café Einfahrt“ mit einem großen Frühstücksangebot. Abends gibt’s hier oft Konzerte, Lesungen oder Kabarett. Guten Wein und ein herrliches Heurigenbuffet kann man in der „Schank zum Reichsapfel“ genießen.
„Was es am Naschmarkt nicht gibt, brauchen Sie nicht.“ Das meinen zumindest jene, die hier, zwischen Getreidemarkt und Kettenbrücke, ihre Spezialitäten aus aller Welt feilbieten. Sein heutiges Erscheinungsbild verdankt er dem Stadtplaner und Architekten Otto Wagner. Hier ist vor allem an Samstagen viel los, nicht zuletzt wegen des wöchentlichen Flohmarkts. Zwischen Krempel und Kitsch entdeckt man immer wieder Kuriositäten und kleine Kostbarkeiten. Freunde der südasiatischen Küche kommen im winzig kleinen, aber ausgezeichneten „Indian Pavilion“ ganz auf ihre Kosten. Frischer Fisch und Meeresfrüchte werden unter anderem im „Umar“ kredenzt. Hauchdünn und knusprig sind die Pizzas aus dem Steinofen der Trattoria Pulcinella.
Infos | www.stadt-wien.at/wien/maerkte


Aber bitte mit Schlagobers!

Ein kleiner, mit heißer Schokolade und Schlagobers angerichteter Guglhupf feiert seinen 130. Geburtstag. Am 14. März 1888 gelangte Giuseppe Verdis „Othello“ erstmals an der Wiener Hofoper zur Aufführung. Als Andenken an die Hauptfigur, einen Feldherrn mit dunkler Hautfarbe, kreierten findige Konditoren kurz darauf diese Köstlichkeit ursprünglich als „Mohr im Hemd“. Dieser Name ist natürlich nicht mehr zeitgemäß. Doch auch als „Schokohupf“ schmeckt diese Süßspeise ausgezeichnet.


Things to do

Kartentrick

Die Vienna City Card. Freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und mehr als 210 Vorteile bei Museen und Sehenswürdigkeiten, Theatern und Konzerten, beim Einkaufen, in Cafés, Restaurants und beim Heurigen. Die Wien-Karte zahlt sich einfach aus! Ein Kind fährt bis zum 15. Geburtstag kostenlos mit.


Alter Bach-Hengl

Freuen Sie sich, wenn der traditionelle Föhrenbuschen neben der Haustüre hängt! Dann erwartet Sie beim Alten Bach-Hengl Wiener Gastlichkeit und gemütliche Atmosphäre. Auf den Tisch kommen: Gemischte warme Platte (Selchfleisch, Brathuhn, Grillwürstel, Kraut, Kartoffel) + ¼ l Wein (od. Saft). Für Vegetarier wird gebackenes Gemüse mit Sauce Tartare, Kartoffel, Salat + ¼ l Wein angeboten. www.bach-hengl.at


Sightseeing

Wenn Sie Wien auf eine sehr bequeme Art besichtigen möchten, werden Sie auf die Big Bus Tour abfahren, die Sie zu allen großen Sehenswürdigkeiten chauffiert. Auf den flexiblen, von Audiokommentaren begleiteten Touren können Sie an über 15 zentral gelegenen Haltestellen nach Belieben ein- und aussteigen. Premium Tickets beinhalten zusätzlich eine Live-Guided Abend Tour.
www.bigbustours.com


Kunstgenuss

Die Highlights des Weltmuseums Wien gehen auf die über 500-jährige Sammlungstätigkeit der Habsburger zurück – zu ihnen zählen Kunstkammerstücke Kaiser Rudolfs II., der einzigartige altmexikanische Federschmuck »Penacho«, die weltberühmte Sammlung von James Cook sowie Objekte der Entdeckungs- und Forschungsreisen des 19. Jahrhunderts.
www.weltmuseumwien.at

Tipps & Termine

Wiener Wiesn
27. September – 14. Oktober 2018
Prater, Kaiserwiese
Zünftig geht es in Wien auf Österreichs größtem Brauchtums- und Wiesn-Fest zu.
www.wienerwiesnfest.at

Planetarium
ganzjährig
Prater/ neben dem Riesenrad
Hier werden die Besucher auf eine atemberaubende Reise durch die Weiten des Weltalls mitgenommen.
www.vhs.at


Claude Monet
21. September 2018 - 06. Januar 2019
Albertina
www.albertina.at


Bruegel
02. Pktober 2018 bis 13. Januar 2019
Kunsthistorisches Museum
www.khm.at


Oper Live am Platz
April bis September 2018
Wiener Staatsoper
www.wiener-staatsoper.at


Museum der Illusionen
ganzjährig
1010 Wien
www.museumderillusionen.at

Impressionen  

  • Leopoldmuseum(c)Wien Toursismus,Peter Rigaud
  • Heuriger Wieninger am Nussberg(c)Wien Toursismus,Peter Rigaud
  • Alte Donau(c)Wien Toursismus,Christian Stemper
  • Museumsquartier(c)WienTourismus/Christian Stemper


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