Nachhaltigkeit

Grüne Zukunft mit der Bahn

Bahn statt Flug

Klimaentspannung

Der Flugverkehr belastet das Klima immer stärker. Bahnfahrten sind die umweltfreundliche Alternative. Allein die jährlichen Flüge zwischen Wien und Zürich verursachen die gleiche Menge an CO2-Emissionen wie der gesamte ÖBB Schienenverkehr in Österreich pro Jahr. Die Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs in 1990 verdoppelt, und in Österreich hat der Flugverkehr (lt. VCÖ) so hohe  klimaschädliche CO2-Emissionen wie nie zuvor verursacht – und zwar circa 2,6 Millionen Tonnen (12 % mehr als 2017). Höchste Zeit also, auf die klimafreundliche Bahn zu setzen. 

Zeitgewinn

Auch das Argument der „kürzeren Flugreise“ gilt nicht immer – ein genauer Blick auf die Gesamtreisezeiten zahlt sich aus. Die Bahnfahrt ist im Vergleich der Gesamtreisezeiten (Fokus von / bis Zentrum) teils sogar schneller (z. B. auf den Strecken Wien – Budapest, Wien – Salzburg oder Wien – Graz) oder zumindest gleich flott (beispielweise Wien – München, Wien – Prag oder Wien – Nürnberg). Selbst bei längeren Distanzen macht es durchaus Sinn, sich bewusst für die Bahn als klimafreundliches Transportmittel zu entscheiden. Gerade mit dem ÖBB nightjet sind Destinationen wie Berlin, Hamburg, Zürich, Venedig oder Rom gut und entspannt über Nacht zu erreichen. Und gleichzeitig entspannt sich auch das Klima.

Durch Schienenverkehrsleistung eingespartes CO2 seit 1. Jänner 2021:

2 300 000 t

Die Bahn wird noch grüner

Ohne fossile Brennstoffe

Seit 2018 sind alle Züge der ÖBB ausschließlich mit sauberer Energie unterwegs – das war ein Meilenstein für den Klimaschutz in Österreich. Dass der Bahnstrom heute nur aus den Energieträgern Wasserkraft, Sonne und Wind erzeugt wird, ist auch ein wichtiges Signal für das Land. Schließlich sind die Treibhausgasemissionen hierzulande in den vergangenen
Jahren kaum gesunken. Die ÖBB hingegen sparen im Schienenverkehr dank ihrer Klimaschutzstrategie jährlich rund 3,5 Millionen Tonnen des schädlichen Kohlendioxids ein – und jeder Kunde
leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. 

Ausbau der Eigenerzeugung

Damit ist der Zug in Richtung erneuerbare Energie für die ÖBB aber noch lange nicht am Ziel angelangt. „Wir treiben mit dem Ausbau bestehender und dem Bau neuer Anlagen die Eigenerzeugung von sauberem Strom weiter voran“, sagt Georg Pöppl, Geschäftsbereich Bahnsysteme und Leiter Energieanlagenmanagement der ÖBB-Infrastruktur AG. Insgesamt konnten die ÖBB ihre gesamten CO2-Emissionen aus dem Verkehrssektor von ca. 535.000 Tonnen im Jahr 2016 auf ca. 375.000 Tonnen reduzieren. Eine Einsparung von 30 Prozent. Aber nicht nur Züge fahren zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbarer Energie, seit 2019 werden auch Betriebsanlagen wie Gebäude, Werkstätten oder Weichenheizungen ausschließlich mit Strom aus regenerativen Energieträgern versorgt. Der Bahnstrombedarf der ÖBB in Österreich beträgt derzeit circa 1.600 GWh
jährlich, die zu einem Drittel von acht eigenen Wasserkraftwerken erzeugt werden. Ein neuntes – das erste Pumpspeicherkraftwerk – ist in Planung. Ein Viertel kommt aus Wasserkaftwerken von Partnern, der Rest wird aus dem öffentlichen Netz eingespeist.

Evaluierung der Technologien

Konkret fußt der weitere Ausbau der Eigenerzeugung auf drei Säulen: erstens werden bestehende Kraftwerke wie Obervellach optimiert. Zweitens wird verstärkt Fotovoltaik genutzt, etwa mit der Anlage in Wilfleinsdorf, die alleine die Größe von 2,8 Fußballfeldern (oder 2 ha) hat. Und drittens werden gezielt Windkraftanlagen getestet. „So können die Solarpaneele nicht nur auf Dächern montiert werden, sondern selbst gleich als Dach dienen, wie dies beispielsweise beim Pilotprojekt mit Fahrradunterständen der Fall ist“, so Thomas Huef von der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH. Auch in Fassaden können sie integriert werden – hier werden die neuen technologischen Alternativen genau verfolgt, um sie gegebenenfalls übernehmen zu können. Auch die Geothermie könnte bis zu einem gewissen Grad eine stärkere Rolle spielen, wenn auch nur bei neuen und größeren Bahnhöfen und als Ergänzung zu anderen Energieträgern. In Summe könnten die ÖBB durch den Hebel erneuerbare Energien ein maximales Treibhausgas-Einsparungspotenzial von jährlich 164.100 Tonnen ab 2030 erzielen.

Europaweit Vorreiter

„Generell hat die Erhöhung der Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern für die ÖBB weiterhin einen hohen Stellenwert innerhalb der Klimaschutzstrategie“, betont Georg Pöppl.
Der weitere Ausbau beweise auch, dass die ÖBB ihre Rolle als Vorreiter auf diesem Gebiet nicht nur in Österreich, sondern europaweit sehr ernst nehme. Und letztlich kommt das alles ja den Kunden zugute, die die Gewissheit haben, mit sauberer Energie unterwegs zu sein.

Meine grüne Wahl


Die Bahn ist mit Abstand das umweltfreundlichste motorisierte Transportmittel. Damit Sie nicht nur die An- und Abreise klimaschonend zurücklegen können, finden Sie in diesem Katalog Hotels, die über nationale oder internationale Eco-Zertifizierungen verfügen.

CO2-Ersparnisse bei Bahnreise im Vergleich zum Flugverkehr:

Wien - Venedig: ~170 kg
Wien - Hamburg: ~280 kg
Wien - Prag: ~85 kg
Wien - Budapest: ~75 kg
Wien - Innsbruck: ~155 kg
Wien - Zürich: ~240 kg

(Angaben pro Person, Berechnung auf Basis durchschnittlicher Betrachtungen für 2019, Quelle der Basisdaten: Umweltbundesamt)

ÖBB Klimaschutzstrategie 2030

~2,4 Mio. t maximales zusätzliches Treibhausgas-Einsparungspotenzial jährlich ab 2030 durch die ÖBB Klimaschutzstrategie